Die Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich auf dem Gebiet der Informatik in Forschung, Technik oder Anwendung in hervorragender Weise ausgewiesen haben.
Im Jahre 1981 stiftete der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes zu Ehren von Konrad Zuse die „Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik im Bauwesen". Im selben Jahr wurde sie Konrad Zuse für seine großen Verdienste als Erfinder und Erbauer der ersten programmgesteuerten Rechenmaschine der Welt verliehen.
Im Jahre 1987 stiftete die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) die „Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik". Sie ist die höchste Auszeichnung, welche von der Gesellschaft für Informatik e.V. alle zwei Jahre vergeben wird.
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2009
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Prof. Dr. Reinhard Wilhelm Saarbrücken
Die Jury ehrt Reinhard Wilhelm für seine herausragenden Verdienste in Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Übersetzerbaus und der Echtzeitanalyse von Programmen sowie für seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Zentrums für Informatik, Schloss Dagstuhl.Die Echtzeitanalyse ist für alle Branchen von zentraler Bedeutung, in denen Software für die Entwicklung von sicherheitsrelevanten Systemfunktionen verwendet wird. Beispiele finden sich in der Luft- und Raumfahrt, im Fahrzeugbau oder in der Überwachung und Steuerung von Atomkraftwerken. Es ist das herausragende Verdienst von Reinhard Wilhelm, hier ein Verfahren zur Etablierung sicherer Schranken erforscht und etabliert zu haben. Mit Reinhard Wilhelm verleiht die Gesellschaft für Informatik ihre höchste Auszeichnung einer Forscherpersönlichkeit, deren Fähigkeit zum Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und nachhaltiger Anwendung beispielhaft ist. Mehr über seine Person erfahren Sie hier.
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2007
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Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy München
Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy hat in Forschung, Lehre und Technologietransfer auf dem Gebiet des Software und System Engineering herausragende Leistungen erbracht. Er war einer der ersten, der die Notwendigkeit der Öffnung der Informatik in Deutschland stärker hin zu den technischen Anwendungen, insbesondere den eingebetteten Systemen, erkannte. Mehr über seine Person erfahren Sie hier.
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2006
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Prof. Dr. Ingo Wegener Dortmund
Prof. Dr. Ingo Wegener hat mit zahlreichen wegweisenden Arbeiten prägenden Einfluss auf das Gebiet der Theoretischen Informatik genommen. Das hohe internationale Ansehen der deutschen Forschung in diesem wichtigen Bereich der Informatik, insbesondere bei der Komplexität der Booleschen Funktionen, ist zu einem erheblichen Teil seinem Wirken zu verdanken. Seine zahlreichen Publikationen über den aktuellen Stand der Forschung seines Gebiets sowie die mit viel didaktischem Geschick verfassten Lehrbücher für Studierende zeichnen ihn als eine Persönlichkeit aus, die starken Anteil an der Entwicklung der Grundlagen der Informatik sowohl in der Forschung als auch in der Lehre genommen hat. Mehr über seine Person erfahren Sie hier.
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2003
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Prof. Dr. Thomas Lengauer, Ph.D. Saarbrücken
Prof. Dr. Thomas Lengauer hat mit zahlreichen wegweisenden Arbeiten prägenden Einfluss auf das Gebiet der Bioinformatik genommen. Das hohe internationale Ansehen der deutschen Forschung auf diesem wichtigen Teilgebiet der Informatik ist zu einem erheblichen Teil seinem Wirken zu verdanken. Lengauer verfolgt einen ganzheitlichen und interdisziplinären Ansatz, von der Grundlagenforschung bis zur ingenieurmäßigen Umsetzung. Die Anwendbarkeit und Relevanz seiner Arbeiten auch in anderen wissenschaftlichen Disziplinen gehört zu seinen wesentlichen Zielen. Mehr über seine Person erfahren Sie hier. |
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2001
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Prof.Dr.Dr.h.c. Theo Härder Kaiserslautern
Härder hat wie kein anderer Wissenschaftler in den vergangenen Jahrzehnten die Forschungslandschaft in Deutschland auf dem Gebiet der Datenbanktechnologie geprägt. Bei seinen zahlreichen wegweisenden Arbeiten, u.a. über die Leistungsoptimierung von Datenbanken, verbindet er in vorbildlicher Weise grundlagenorientierte Forschung mit praxisrelevanten Anwendungen. Mehr über seine Person erfahren Sie hier. |
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1999
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Prof.Dr.Dr.h.c.mult. Günter Hotz Saarbrücken
er Wissenschaftler Hotz hat wesentlich zum Einsatz mathematischer Methoden beim Schaltkreisentwurf und in der Sprachanalyse beigetragen. Seine X- Kategorien lieferten zum ersten Mal eine algebraische Formulierung der Eindeutigkeit bei kontext- freien Grammatiken. Durch seine Arbeiten wurde zwei Sonderforschungsbereiche initiiert:
- SFB 100: Elekronische Sprachforschung - SFB 124: VLSI- Entwurfsmethodik und Parallelität Mehr über seine Person erfahren Sie hier. |
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1997
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Prof.Dr.- Ing. José Encarnação Darmstadt
Encarnação ist Leiter des Fraunhofer Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD) in Darmstadt. Seine Initiativen haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Computergraphik zu einer der Schlüsseldisziplinen der Multimedia- Technologie geworden ist. Er hat u.a. das "Graphical Kernel System" (GKS) maßgeblich mitgestaltet. Mehr über seine Person erfahren Sie hier. |
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1995
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Prof.Dr.Dr.h.c. Kurt Mehlhorn Saarbrücken
Mehlhorns theoretische Arbeiten richten sich auf die Komplexität fundamentaler Funktionen und die Entwicklung effizienter Algorithmen. Für die praktische Anwendung konzipierte er das System LEDA, welches in der Auswahl der Funktionen, der zugehörigen Algorithmen, ihrer Beschreibung und Implementierung vorbildlich ist. Mehr über seine Person erfahren Sie hier. |
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1993
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Prof.Dr.DR.h.c. Carl Adam Petri St. Augustin
Petri entwickelte eine Theorie diskreter Systeme, als noch kaum jemand darüber nachdachte. Seine Theorie baut auf den Konzepten der Nebenläufigkeit, der Verteiltheit und der asynchronen Kommunikation auf. Der Pionier der Informatik ist Namensgeber des Petrinetzes. Mehr über seine Person erfahren Sie hier. |
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1991
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Prof.Dr. Wilhelm Kämmerer Jena
In den Zeiss- Werken in Jena entwickelte Kämmerer vor über 40 Jahren den Relais- Rechenautomaten OPREMA für optische Berechnungen. Nach seiner Idee wurde ferner eine Kleinserie elektronischer Rechenautomaten ZRA 1 gebaut. Diese besaßen als gemeinsame technische Grundlage für eine einheitliche Ausbildung und für den Rechnereinsatz in der DDR eine große Bedeutung. |
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1989
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Prof.Dr.- Ing. Nikolaus Joachim Lehmann Dresden
Lehmann genießt internationales Ansehen für seine Entwicklung von Fachsprachen, insbesondere von Formelmanipulationssystemen. Er realisierte die flexibel einsetzbare Computeranalytik und konstruierte den Dresdner Rechenautomat D1. Mehr über seine Person erfahren Sie hier. |
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1989
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Prof.Dr.- Ing. Robert Piloty Darmstadt
Piloty beschäftigt sich intensiv mit der Entwursmethodik für Computer. In internationaler Zusammenarbeit mit anderen Informatik- Forschern entwickelte er die Konstruktionsmethode CONLAN für Hardware- Beschreibungssprachen und INREEN, eine universelle Datenbankschnittstelle für computeruntergestützte Entwurfssysteme. Mehr über seine Person erfahren Sie hier. |
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1987
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Prof.Dr. Heinz Billing Garching
Billing erfand vor 40 Jahren den Magnettrommelspeicher. In den 50er Jahren baute er die Rechenanlagen G1, G2 und G3. Er zählt zu den führenden, international anerkannten Pionieren auf dem Gebiet der Konstruktion von programmgesteuerten Rechenanlagen. |
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