Schulte irrt: Green Card kein Rohrkrepierer
Ein Jahr Green Card Verordnung in Kraft - Gesellschaft für
Informatik e.V. (GI) sieht positive Entwicklung
Die GI hat das Green Card Konzept der Bundesregierung zur Anwerbung ausländischer Computerexperten gegen Kritik von DGB-Chef Schulte verteidigt.
GI-Geschäftsführer Jörg Maas sagte, der Vorwurf Schultes sei ungerechtfertigt. Die Green Card Verordnung des Arbeitsministers Riester sei "richtig und zielführend".
"Zahlenmäßig übertreffen die bisher angeworbenen 8550 Informatikfachleute einen gesamten Absolventenjahrgang an deutschen Hochschulen. Man kann davon ausgehen, dass weitere 20.000 Arbeitsplätze daraus entstanden sind. Auch wenn die krisenähnliche Entwicklung in der IT-Branche zur Zeit negativ auf den Arbeitsmarkt durchschlägt, bleibt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften unverändert hoch", stellte Maas fest.
So lange das deutsche Bildungssystem den Bedarf aus eigenen Kräften nicht decken könne, sähe er keine Alternative zur Green Card.
Die Fachgesellschaft fordert außerdem weitere Liberalisierungen für die ausländischen Spitzenkräfte. Die Beschränkung auf fünf Jahre müsse ebenso aufgehoben werden wie die Beschränkungen der Arbeitsaufnahme von Familienmitglieder, so Maas.
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siehe auch:
- Wissenschaftlicher Nachwuchs in der Informatik wird knapp (29.06.2000)
- Riesters „Green Card"-Verordnung: Ein Tropfen auf den heißen Stein! (31.05.2000)
- „Green Card" als Wahlkampfthema ungeeignet: GI fordert Taten statt Slogans (04.04.2000)
01.08.2001, Cornelia Winter, Tel. 0228/302-147
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