Das Nachrichten-Archiv der GI
Konrad-Zuse-Sonderpreis bei "Jugend forscht" für Alexander Jahn aus Berlin
Beim Wettbewerb "Jugend forscht" hat Alexander Jahn aus Berlin in der Kategorie Informatik den Konrad-Zuse-Sonderpreis gewonnen.
Wie genau bewegen sich die Sterne in einem Sternhaufen? Um Fragen wie diese zu beantworten, nutzen Wissenschaftler häufig riesige Supercomputer, die tagelange, aufwändige Simulationen berechnen. Alexander Jahn hat eine Software geschrieben, die das komplexe Miteinander von Tausenden von Teilchen auf einem normalen Heim-PC simulieren kann -- und zwar in 3-D. Ausgangspunkt waren Programmierverfahren, die normalerweise zum Schreiben von Computerspielen dienen. Der Trick: Die eigentlichen Simulationen lässt Alexander Jahn auf dem Hauptprozessor laufen. Die optische Darstellung dagegen übernimmt vollständig die Grafikkarte.Dadurch lässt sich der PC optimal ausnutzen. Jahn, Jahrgang 1990, studiert seit 2009 an der FU Berlin Physik .
Zum 100.sten Geburtstag des Computerpioniers Konrad Zuse im Jahr 2010 hat die Konrad-Zuse-Gesellschaft den Sonderpreis in der Kategorie Informatik gestiftet.
Preis für herausragende Diplom- oder Masterarbeit vom Fakultätentag Informatik ausgeschrieben
Der Fakultätentag Informatik vergibt einen Preis für eine herausragende Diplom- oder Masterarbeit in Informatik oder in einem informatiknahen („Bindestrich-“) Studiengang. Die Arbeit muss im Zeitraum vom 1. April 2009 bis 31. März 2010 abgegeben worden sein.
Vorschlagsberechtigt sind die Dekaninnen/Dekane der Mitglieds- und Gastfachbereiche des Fakultätentags Informatik. Pro Hochschule kann maximal ein Vorschlag eingereicht werden. Es ist möglich, bereits ausgezeichnete Arbeiten (z. B. Jahrgangsbestenpreise) vorzuschlagen. Der Preis ist mit 2.500 € dotiert.
Einzureichen sind bis zum 30. Juni 2010
ein Exemplar der Arbeit in Papierformeine elektronische Fassung der Arbeitdie Begründung des Vorschlags durch die Fakultätdie Gutachten der Prüferinnen bzw. Prüferein Curriculum Vitae des Autors/der Autorin bzw. bei Gruppenarbeiten der Autor/inn/en.
Entscheidungsgremium
Das Entscheidungsgremium wurde vom Vorstand des Fakultätentags Informatik benannt und hat die Mitglieder: Prof. Dr. Manfred Nagl (Sprecher), Aachen, Prof. Dr. Rüdiger Reischuk, Lübeck, Monika Weick, Studentin, Ulm
Die Preisverleihung findet im Rahmen der GI-Jahrestagung am 29.09.2010 in Leipzig statt.
Die Unterlagen sind zu senden an:
Prof. Dr.-Ing. Manfred NaglLehrstuhl für Informatik 3 (Softwaretechnik)RWTH AachenAhornstr. 5552074 Aachen
GI wird Partner der Initiative "MINT – Zukunft schaffen": MINT-Botschafter/innen gesucht!
Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist der Initiative "MINT Zukunft schaffen" beigetreten. "MINT Zukunft schaffen" bündelt als Plattform die Initiativen der deutschen Unternehmen und ihrer Verbände zur Förderung des Nachwuchses in den so genannten MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. GI-Präsident Stefan Jähnichen: "Die politischen Ziele und Forderungen von "MINT Zukunft schaffen" halte ich für äußerst wichtig: Die Abbrecherquote bei den Studierenden soll deutlich gesenkt werden, und der momentane Frauenanteil in der Informatik von etwa 14% muss deutlich angehoben werden. Der Bedarf an gut ausgebildeten Informatikfachleuten wird immer größer, gleichzeitig werden die Angebote in technischen Berufsfeldern für Frauen immer attraktiver. Zudem sollte die MINT- Bildung künftig im Bildungskanon innerhalb unserer Gesellschaft eine ebenso große Rolle wie die traditionell stark vertretenen Geisteswissenschaften erhalten."Wie erforderlich dieses gemeinsame Engagement ist, schildert die Geschäftsführerin der Initiative "MINT Zukunft schaffen", Frau Dr. Ellen Walther-Klaus: "Die aktuellen Zahlen des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln zeigen, dass spätestens mit dem nächsten Aufschwung die demographisch-strukturellen Effekte auf dem Arbeitsmarkt greifen. Trotz Krise haben wir gegenwärtig noch eine Fachkräftelücke von 51 900 (Quelle IW). Daher weiten wir unsere Aktivitäten 2010 noch stärker aus, jeder Botschafter, jede Botschafterin zählt."Langfristig sollen tausende Botschafter für mehr MINT in Schulen und Hochschulen werben zum Nutzen der Jugendlichen, der Lehrenden, Eltern und Unternehmen. Weitere Informationen zu der Initiative und dem GI-Engagement finden Sie hier und hier.
Informatiktage 2010 - Zum 10. Mal für den Informatik-Nachwuchs
Am 19./20. März gingen die diesjährigen Informatiktage zum 10. Mal über die Bonner Bühne des B-IT Centers. Die Anfänge der Informatiktage, damals noch mit dem Kloster in Bad Schussenried verbunden, haben inzwischen nur noch den Namen und das Auswahlverfahren der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemein. Die Studierenden werden durch die GI-Vertrauensdozentinnen und Dozenten ausgewählt, hierfür müssen sie sich mit ihrerer wissenschaftlichen Arbeit qualifizieren.
Das Programmangebot hat sich indessen stetig verändert. Zentraler Programmpunkt sind inzwischen die Workshops mit interessierten Unternehmen aus der IT-Branche, die die Teilenhmerinnen und Teilnehmer mit Praxisprojekten aus dem Firmenalltag konfrontieren. Teilhabe steht inzwischen deutlich vor Teilnahme. Nähres finden Sie hier.
informaticup 2009 - Gewinnerteams in der Endausscheidung ermittelt!
Vier von 19 Teams wurden zur Endrunde des informatiCups 2009 nach Bonn zu den Informatiktagen eingeladen. Nach den wirklich hochklassigen Präsentationen hatte es die Jury nicht gerade leicht, ein Ranking unter den Teams durchzuführen. Das Rennen machte schließlich das Team der FU Berlin (Benjamin Eckstein, Carl Witt), gefolgt von der Uni Hamburg (Laura Glau, Tom Kirchner), der Wilhelm Büchner Hochschule/Private FernFH Darmstadt (Ralf Timo Defrancesco, Daniel Herken, Andreas Mayer) und der Uni Rostock (Christian Eichner, René Schulz, Florian Wendland, Gregor Behnke). Mehr hier.
Talkshow zu Datenschutz und Datensicherheit auf den Informatiktagen 2010
Datenschutz und Datensicherheit sind nicht nur ein Thema für alte Männer, gerade die junge Generation der Informatikerinnen und Informatiker ist dazu aufgefordert, sich nicht vom technisch Machbaren überwältigen zu lassen, sondern die jeweiligen Folgen auch zu reflektieren. So ähnlich lautete das Plädoyer, welches Peter Schaar und die weiteren Diskutanten der Talk Show an die 130 Zuhörer der Informatiktage richteten. Im Rahmen der Informatiktage 2010 am 19. März ging der beliebte Computer Club 2 mit Wolfgang Back auf Sendung.
Peter Schaar, GI-Mitglied seit 1988 und Beauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit sprach die aktuellen Baustellen direkt an, mit denen sich der Datenschutz in Deutschland derzeit auseinandersetzen muss. Dazu gehören z.B. ELENA, die Sammelstelle für umfangreiche Arbeitnehmerdaten, die Gesundheitskarte und vieles mehr. Populäre Projekte wie z.B. Googles Street View wurden ebenso kritisch besprochen wie auch unkritische Datenverwendung in Web 2.0 Plattformen. Neben Peter Schaar und Wolfgang Back als Talkmaster beteiligten sich Walter Oberschelp, RWTH Aachen, Stefan Löser, TU Berlin und Kai Reinhardt von der Firma Micromata an der lebhaften Diskussion.
Den Podcast zur Talkshow können sie hier anhören und herunterladen.
Deutsche Stiftung für Recht und Informatik schreibt Wissenschaftspreise aus
Die Deutsche Stiftung für Recht und Informatik schreibt für das Jahr 2010 den mit einer Geldgabe in Höhe von 2.000 € verbundenen DSRI-Wissenschaftspreis für eine herausragende Dissertation oder Habilitationsschrift auf dem Gebiet des Informationsrechts oder der Rechtsinformatik aus.
Außerdem wird in gleicher Weise ein mit 500 € dotierter DSRI-Absolventenpreis für eine herausragende Diplom- oder Magisterarbeit, Bachelor- oder Master-Thesis oder sonstige Abschlussarbeit verliehen.
Die Preise werden jährlich vergeben. Die nächste Preisverleihung erfolgt auf der DGRI-Jahrestagung im Oktober 2010. Einreichungsschluss ist der 11. Juni 2010 bei der DSRI. Die Vorschläge werden von einer vom Stiftungsrat der DSRI eingesetzten Kommission bewertet.
Die Bewerber/innen sollen von einer betreuenden Lehrperson vorgeschlagen werden, die begründet, weshalb die eingereichte Arbeit eine besondere Exzellenz aufweist. Die Arbeit sollte nicht vor 2008 abgeschlossen oder publiziert worden sein. Mit Annahme des Preises ist die Überlassung des gedruckten Werkes an die DSRI verbunden. Weitere Informationen zu den Förderpreisen finden Sie hier.
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