Das Nachrichten-Archiv der GI
Informatiker fordern Erhalt der Universität zu Lübeck
Mit dem Beschluss, den Medizinstudiengang an der Universität zu Lübeck zu schließen, hat die Landesregierung von Schleswig-Holstein faktisch die Schließung der gesamten Universität eingeläutet. Ohne die Medizin sind auch die in der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät angesiedelten Informatik-Bereiche nicht überlebensfähig. Die Universität zu Lübeck hat in vorbildhafter Weise eine enge transdisziplinäre Verflechtung der Fächer umgesetzt, die zu erfolgreicher Forschung in den Bereichen Medizintechnik, Medizinische Informatik und Medizinische Robotik geführt hat. Dies zeigt sich beispielsweise in der Graduiertenschule "Computing in Medicine and Life Science", mit der die Universität in der Exzellenzinitiative erfolgreich war. Das besondere Lübecker Profil hat auch zur Ansiedlung und Ausgründung von Unternehmen im Bereich der Medizintechnik geführt, deren weitere Existenz durch eine Schließung der Universität kaum denkbar ist. Den kurzfristigen Einsparungen im Haushalt durch eine Schließung steht daher mittel- und langfristig ein erheblich höherer wirtschaftlicher Schaden gegenüber, der außerdem die gesamte Region schwächt. Die Gesellschaft für Informatik, der Fakultätentag Informatik und 4ing fordern die Landesregierung deshalb auf, den Schließungsbeschluss zurückzunehmen.Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist eine gemeinnützige Fachgesellschaft zur Förderung der Informatik in all ihren Aspekten und Belangen. Gegründet im Jahr 1969 ist die GI mit ihren heute rund 24.500 Mitgliedern die größte Vertretung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum. Die Mitglieder der GI kommen aus Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Lehre und Forschung.Der Fakultätentag Informatik der Universitäten in der Bundesrepublik Deutschland vertritt die gemeinsamen Belange seiner Mitglieder im Hinblick auf eine Förderung der Zusammenarbeit in allen wissenschaftlichen Fragen und eine Koordinierung der Ausbildung im Bereich Informatik. Er ist einer der 17 Fakultätentage der deutschen Universitäten, die bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) akkreditiert und im Allgemeinen Fakultätentag (AFT) zusammengeschlossen sind.Der Dachverein Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten (4ING) vertritt 130 Fakultäten, Fachbereiche und Abteilungen an Universitäten und Technischen Universitäten in Deutschland. Diese stellen mehr als 90% des universitären Studienangebotes bereit in den Fächern Bauingenieurwesen, Geodäsie, Maschinenbau, Verfahrenstechnik; Elektrotechnik, Informationstechnik sowie Informatik.
Auszeichnung für den IT-Freelancer 2010 zu vergeben
Der „IT Freelancer des Jahres 2010“ wird gesucht. Dazu veranstaltet das IT Freelancer Magazin einen Wettbewerb mit Unterstützung der Gesellschaft für Informatik (GI). Es wird nur Gewinner geben, versichern die Veranstalter. Jeder Teilnehmer kann aus den Erfahrungen der freiberuflichen Kollegen im Wettbewerb lernen.
IT-Freiberufler und ihre Bedeutung sind mit der Informationstechnik als Schlüsselindustrie längst etabliert. Mittlerweile gibt es in Deutschland weit über 50.000 externe IT-Spezialisten. Ihr Umsatz beträgt jährlich rund fünf Milliarden Euro. Ob für Banken, Versicherungen oder öffentliche Verwaltung - ohne sie würden viele IT-Projekte nicht gestemmt. Dennoch gehört der freiberufliche IT-Experte zu den eher unbekannten Wesen in der modernen Wirtschaft. Zwar ist die Spanne dessen, was er an Know-how anbietet, enorm. Das persönliche Marketing hinkt jedoch hinterher. Daher will diese Aktion Bewusstsein für ganzheitliche, persönliche Bestleistungen schaffen und stärken. Zugleich wird der IT-Freiberufler als wichtiger Wirtschaftsfaktor herausgehoben. Gefragt beim Wettbewerb sind: marktfähige Qualifikation, aussagekräftige Präsentation, Referenzen von Kunden und Stärken der Persönlichkeit. Welche Unterlagen die Teilnehmer dafür auswählen, liegt bei diesen selbst. Sie schicken die Unterlagen per E-Mail oder per Post an den Verlag.
Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2010. Mehr Informationen hier.
Informationen zu weiteren GI-Wettbewerben finden Sie auf diesen Seiten.
Silbermünze zum Gedenken an Konrad Zuse
Regionalgruppe Hamburg empfängt den 10.000 Besucher
Am 28. Mai 2010 empfing die GI/ACM Regionalgruppe Hamburg ihren 10.000 Besucher zu der 240. Veranstaltung. Bereits seit 1984 bietet die Regionalgruppe den Mitgliedern in Hamburg ein attraktives Vortragsprogramm von Praktikern für Praktiker.
Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird die Möglichkeit zur Diskussion und zum Networking gegeben. Auch Gäste, die nicht Mitglied der Gesellschaft für Informatik sind, sind herzlich willkommen. Regelmäßig zwischen 50 und 100 Gäste kommen zu den monatlich stattfindenden Veranstaltungen. Damit sind Informatik und Hamburg in besonderer Weise mit der Regionalgruppe verbunden. Nicht selten werden die Trends der Zukunft in den Veranstaltungen vorweggenommen.
GI-Geschäftsführer Dr. Peter Federer und der Gründer und aktuelle Sprecher der Regionalgruppe, Hans-Jürgen Habermann, überreichen dem 10.000 Besucher, Herrn Fandrich, eine Urkunde der GI für eine kostenlose Mitgliedschaft.
Federer, Fandrich, Habermann
Mehr zu Regionalgruppe Hamburg finden Sie hier.
Konrad-Zuse-Sonderpreis bei "Jugend forscht" für Alexander Jahn aus Berlin
Beim Wettbewerb "Jugend forscht" hat Alexander Jahn aus Berlin in der Kategorie Informatik den Konrad-Zuse-Sonderpreis gewonnen.
Wie genau bewegen sich die Sterne in einem Sternhaufen? Um Fragen wie diese zu beantworten, nutzen Wissenschaftler häufig riesige Supercomputer, die tagelange, aufwändige Simulationen berechnen. Alexander Jahn hat eine Software geschrieben, die das komplexe Miteinander von Tausenden von Teilchen auf einem normalen Heim-PC simulieren kann -- und zwar in 3-D. Ausgangspunkt waren Programmierverfahren, die normalerweise zum Schreiben von Computerspielen dienen. Der Trick: Die eigentlichen Simulationen lässt Alexander Jahn auf dem Hauptprozessor laufen. Die optische Darstellung dagegen übernimmt vollständig die Grafikkarte.Dadurch lässt sich der PC optimal ausnutzen. Jahn, Jahrgang 1990, studiert seit 2009 an der FU Berlin Physik .
Zum 100.sten Geburtstag des Computerpioniers Konrad Zuse im Jahr 2010 hat die Konrad-Zuse-Gesellschaft den Sonderpreis in der Kategorie Informatik gestiftet.
Preis für herausragende Diplom- oder Masterarbeit vom Fakultätentag Informatik ausgeschrieben
Der Fakultätentag Informatik vergibt einen Preis für eine herausragende Diplom- oder Masterarbeit in Informatik oder in einem informatiknahen („Bindestrich-“) Studiengang. Die Arbeit muss im Zeitraum vom 1. April 2009 bis 31. März 2010 abgegeben worden sein.
Vorschlagsberechtigt sind die Dekaninnen/Dekane der Mitglieds- und Gastfachbereiche des Fakultätentags Informatik. Pro Hochschule kann maximal ein Vorschlag eingereicht werden. Es ist möglich, bereits ausgezeichnete Arbeiten (z. B. Jahrgangsbestenpreise) vorzuschlagen. Der Preis ist mit 2.500 € dotiert.
Einzureichen sind bis zum 30. Juni 2010
ein Exemplar der Arbeit in Papierformeine elektronische Fassung der Arbeitdie Begründung des Vorschlags durch die Fakultätdie Gutachten der Prüferinnen bzw. Prüferein Curriculum Vitae des Autors/der Autorin bzw. bei Gruppenarbeiten der Autor/inn/en.
Entscheidungsgremium
Das Entscheidungsgremium wurde vom Vorstand des Fakultätentags Informatik benannt und hat die Mitglieder: Prof. Dr. Manfred Nagl (Sprecher), Aachen, Prof. Dr. Rüdiger Reischuk, Lübeck, Monika Weick, Studentin, Ulm
Die Preisverleihung findet im Rahmen der GI-Jahrestagung am 29.09.2010 in Leipzig statt.
Die Unterlagen sind zu senden an:
Prof. Dr.-Ing. Manfred NaglLehrstuhl für Informatik 3 (Softwaretechnik)RWTH AachenAhornstr. 5552074 Aachen
GI wird Partner der Initiative "MINT – Zukunft schaffen": MINT-Botschafter/innen gesucht!
Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist der Initiative "MINT Zukunft schaffen" beigetreten. "MINT Zukunft schaffen" bündelt als Plattform die Initiativen der deutschen Unternehmen und ihrer Verbände zur Förderung des Nachwuchses in den so genannten MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. GI-Präsident Stefan Jähnichen: "Die politischen Ziele und Forderungen von "MINT Zukunft schaffen" halte ich für äußerst wichtig: Die Abbrecherquote bei den Studierenden soll deutlich gesenkt werden, und der momentane Frauenanteil in der Informatik von etwa 14% muss deutlich angehoben werden. Der Bedarf an gut ausgebildeten Informatikfachleuten wird immer größer, gleichzeitig werden die Angebote in technischen Berufsfeldern für Frauen immer attraktiver. Zudem sollte die MINT- Bildung künftig im Bildungskanon innerhalb unserer Gesellschaft eine ebenso große Rolle wie die traditionell stark vertretenen Geisteswissenschaften erhalten."Wie erforderlich dieses gemeinsame Engagement ist, schildert die Geschäftsführerin der Initiative "MINT Zukunft schaffen", Frau Dr. Ellen Walther-Klaus: "Die aktuellen Zahlen des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln zeigen, dass spätestens mit dem nächsten Aufschwung die demographisch-strukturellen Effekte auf dem Arbeitsmarkt greifen. Trotz Krise haben wir gegenwärtig noch eine Fachkräftelücke von 51 900 (Quelle IW). Daher weiten wir unsere Aktivitäten 2010 noch stärker aus, jeder Botschafter, jede Botschafterin zählt."Langfristig sollen tausende Botschafter für mehr MINT in Schulen und Hochschulen werben zum Nutzen der Jugendlichen, der Lehrenden, Eltern und Unternehmen. Weitere Informationen zu der Initiative und dem GI-Engagement finden Sie hier und hier.
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