Das Nachrichten-Archiv der GI
Zuse-Preisträger Wilhelm erhält Bundesverdienstkreuz
Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wilhelm, Preisträger der Konrad-Zuse-Medaille des Jahres 2009 und Wissenschaftlicher Direktor des Informatikzentrums Schloss Dagstuhl, ist mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Der saarländische Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Dr. Christoph Hartmann verlieh Wilhelm die Auszeichnung am 16. Juli bei einem Festakt in Schloss Dagstuhl für seine Verdienste um die Förderung der Informatik insbesondere im Saarland.
GI lobt Zuse-Posterwettbewerb zur Informatik im Alltag aus
Die aktuellen Herausforderungen an Wirtschaft und Gesellschaft machen den enormen Einfluss der Informationstechnologien immer deutlicher. Wenn wir heute scheinbar unbekümmert verschiedenste Anwendungen benutzen oder uns im Alltag auf Ergebnisse funktionierender Informatiksysteme verlassen, denken wir natürlich nicht ständig an die Anfänge der Entwicklung von Computern und IT-Systemen. Das Jahr des 100. Geburtstages des deutschen Computerpioniers Konrad Zuse scheint uns eine gute Gelegenheit, sich auf die Anfänge zu besinnen, Veränderungen im alltäglichen Lebensumfeld zu betrachten und dabei grundlegende Ideen der Informatik aufzuspüren.
In diesem Sinne möchten wir Schülerinnen und Schüler aller Schularten und Klassenstufen auffordern, nach der „Informatik“ im Alltag zu suchen und auf einem Poster anregend darzustellen. Auf diesem Poster sollte auch erkennbar sein, wie durch Informatik das eigene Leben beeinflusst wird. Dies kann durchaus mit einem sehr persönlichen Bezug verbunden werden, der darstellt, wie Informatik mich selbst betrifft oder in der Vergangenheit beeinflusst hat. Dafür stehen IT-Spezialisten, Lehrende verschiedener Fächer oder auch Eltern mit ihren Erinnerungen und Erlebnissen sicher gern zur Verfügung.
Den kompletten Ausschreibungstext mit Preisen, Ansprechpartnern und technischen Hinweisen finden Sie hier zum Herunterladen.
Carl Adam Petri gestorben
Carl Adam Petri, Erfinder der gleichnamigen Petri-Netze, ist am 2. Juli im Alter von 83 Jahren gestorben. Petri studierte Mathematik und begeisterte sich früh für die Informatik. Seine berufliche Laufbahn führte ihn von Leipzig über Hannover und Darmstadt nach Bonn. Ausgezeichnet wurde Petri unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz, dem Werner von Siemens-Ring, der Konrad-Zuse-Medaille der Gesellschaft für Informatik und dem IEEE Computer Pioneer Award. Die GI trauert um einen großen Forscher.
Informatiker fordern Erhalt der Universität zu Lübeck
Mit dem Beschluss, den Medizinstudiengang an der Universität zu Lübeck zu schließen, hat die Landesregierung von Schleswig-Holstein faktisch die Schließung der gesamten Universität eingeläutet. Ohne die Medizin sind auch die in der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät angesiedelten Informatik-Bereiche nicht überlebensfähig. Die Universität zu Lübeck hat in vorbildhafter Weise eine enge transdisziplinäre Verflechtung der Fächer umgesetzt, die zu erfolgreicher Forschung in den Bereichen Medizintechnik, Medizinische Informatik und Medizinische Robotik geführt hat. Dies zeigt sich beispielsweise in der Graduiertenschule "Computing in Medicine and Life Science", mit der die Universität in der Exzellenzinitiative erfolgreich war. Das besondere Lübecker Profil hat auch zur Ansiedlung und Ausgründung von Unternehmen im Bereich der Medizintechnik geführt, deren weitere Existenz durch eine Schließung der Universität kaum denkbar ist. Den kurzfristigen Einsparungen im Haushalt durch eine Schließung steht daher mittel- und langfristig ein erheblich höherer wirtschaftlicher Schaden gegenüber, der außerdem die gesamte Region schwächt. Die Gesellschaft für Informatik, der Fakultätentag Informatik und 4ing fordern die Landesregierung deshalb auf, den Schließungsbeschluss zurückzunehmen.Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist eine gemeinnützige Fachgesellschaft zur Förderung der Informatik in all ihren Aspekten und Belangen. Gegründet im Jahr 1969 ist die GI mit ihren heute rund 24.500 Mitgliedern die größte Vertretung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum. Die Mitglieder der GI kommen aus Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Lehre und Forschung.Der Fakultätentag Informatik der Universitäten in der Bundesrepublik Deutschland vertritt die gemeinsamen Belange seiner Mitglieder im Hinblick auf eine Förderung der Zusammenarbeit in allen wissenschaftlichen Fragen und eine Koordinierung der Ausbildung im Bereich Informatik. Er ist einer der 17 Fakultätentage der deutschen Universitäten, die bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) akkreditiert und im Allgemeinen Fakultätentag (AFT) zusammengeschlossen sind.Der Dachverein Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten (4ING) vertritt 130 Fakultäten, Fachbereiche und Abteilungen an Universitäten und Technischen Universitäten in Deutschland. Diese stellen mehr als 90% des universitären Studienangebotes bereit in den Fächern Bauingenieurwesen, Geodäsie, Maschinenbau, Verfahrenstechnik; Elektrotechnik, Informationstechnik sowie Informatik.
Auszeichnung für den IT-Freelancer 2010 zu vergeben
Der „IT Freelancer des Jahres 2010“ wird gesucht. Dazu veranstaltet das IT Freelancer Magazin einen Wettbewerb mit Unterstützung der Gesellschaft für Informatik (GI). Es wird nur Gewinner geben, versichern die Veranstalter. Jeder Teilnehmer kann aus den Erfahrungen der freiberuflichen Kollegen im Wettbewerb lernen.
IT-Freiberufler und ihre Bedeutung sind mit der Informationstechnik als Schlüsselindustrie längst etabliert. Mittlerweile gibt es in Deutschland weit über 50.000 externe IT-Spezialisten. Ihr Umsatz beträgt jährlich rund fünf Milliarden Euro. Ob für Banken, Versicherungen oder öffentliche Verwaltung - ohne sie würden viele IT-Projekte nicht gestemmt. Dennoch gehört der freiberufliche IT-Experte zu den eher unbekannten Wesen in der modernen Wirtschaft. Zwar ist die Spanne dessen, was er an Know-how anbietet, enorm. Das persönliche Marketing hinkt jedoch hinterher. Daher will diese Aktion Bewusstsein für ganzheitliche, persönliche Bestleistungen schaffen und stärken. Zugleich wird der IT-Freiberufler als wichtiger Wirtschaftsfaktor herausgehoben. Gefragt beim Wettbewerb sind: marktfähige Qualifikation, aussagekräftige Präsentation, Referenzen von Kunden und Stärken der Persönlichkeit. Welche Unterlagen die Teilnehmer dafür auswählen, liegt bei diesen selbst. Sie schicken die Unterlagen per E-Mail oder per Post an den Verlag.
Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2010. Mehr Informationen hier.
Informationen zu weiteren GI-Wettbewerben finden Sie auf diesen Seiten.
Silbermünze zum Gedenken an Konrad Zuse
Regionalgruppe Hamburg empfängt den 10.000 Besucher
Am 28. Mai 2010 empfing die GI/ACM Regionalgruppe Hamburg ihren 10.000 Besucher zu der 240. Veranstaltung. Bereits seit 1984 bietet die Regionalgruppe den Mitgliedern in Hamburg ein attraktives Vortragsprogramm von Praktikern für Praktiker.
Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird die Möglichkeit zur Diskussion und zum Networking gegeben. Auch Gäste, die nicht Mitglied der Gesellschaft für Informatik sind, sind herzlich willkommen. Regelmäßig zwischen 50 und 100 Gäste kommen zu den monatlich stattfindenden Veranstaltungen. Damit sind Informatik und Hamburg in besonderer Weise mit der Regionalgruppe verbunden. Nicht selten werden die Trends der Zukunft in den Veranstaltungen vorweggenommen.
GI-Geschäftsführer Dr. Peter Federer und der Gründer und aktuelle Sprecher der Regionalgruppe, Hans-Jürgen Habermann, überreichen dem 10.000 Besucher, Herrn Fandrich, eine Urkunde der GI für eine kostenlose Mitgliedschaft.
Federer, Fandrich, Habermann
Mehr zu Regionalgruppe Hamburg finden Sie hier.
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