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Mittwoch, 25. November 2009

Anstieg der Studierendenzahlen in der Informatik immer noch unter dem Durchschnitt - Berufsaussichten weiterhin exzellent

Im Studienjahr 2009 (Sommer- und Wintersemester 2009) haben sich 35.900 Studierende für den Studienbereich Informatik eingeschrieben. Dies entspricht einer Steigerung von 4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies hat heute das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Über alle Fächer verteilt nahmen 7% mehr Erstsemester ein Studium auf als im Vorjahr.

"Wir begrüßen, dass sich wieder mehr junge Leute für ein Informatikstudium entschieden haben", sagte GI-Präsident Stefan Jähnichen. Dennoch seien dies im Vergleich zur Gesamtzahl der Erstsemester noch immer zu wenige Studienanfänger/innen in der Informatik. "Es hat sich gezeigt, dass selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gut ausgebildete Informatikerinnen und Informatiker nach wie vor hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, und dies wird bei entsprechender Schwerpunktsetzung im Studium auch so bleiben", so Jähnichen. Darüber hinaus sei es für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands insbesondere in Schlüsselbranchen wie der Automobilindustrie und der Medizintechnik wichtig, ausreichend eigenen IT-Nachwuchs zu haben. Deshalb empfiehlt die GI nach wie vor allem an der Informatik Interessierten, ein Informatikstudium aufzunehmen.

Die GI setzt sich gemeinsam mit Partnern dafür ein, Studium oder Ausbildung in einem der so genannten „MINT-Fächer“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) attraktiver zu machen und so den dringend benötigten Nachwuchs zu motivieren. Hier seien aber auch die Bildungsministerien der Länder gefordert, ab der Sekundarstufe 1 MINT-Unterricht durchgängig anzubieten, um eventuell vorhandene Berührungsängste abzubauen und falsche Vorstellungen über einzelne Fächer zu korrigieren.

Unsere assoziierten Gesellschaften sind:

German Chapter of the Association for Computing Machinery (ACM)
Gesellschaft für Informatik in der Landwirtschaft
SI: Schweizer Informatik Gesellschaft