GI-Fachgruppe e-Health (WI-EH)

Bedarf
Der Wechsel vom analogen zum digitalen Zeitalter, d.h. die Nutzung des Internet samt E-Mail und Web-Technologien, erfasst den Gesundheitsmarkt. Unter e-Health oder „Electronic Health“ versteht man den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen, um Prozessabläufe in der Patientenversorgung zu optimieren, medizinische Informationen besser zu erschließen sowie den elektronischen Datenaustausch zwischen den Leistungserbringern (Ärzte, Therapeuten, Labors, Krankenhäuser), Versicherungsinstituten, Leistungsbeziehern (Patientinnen und Patienten) und öffentlichen Stellen zu fördern.

Die Minister der Europäischen Union betrachten das Gebiet e-Health als strategisch und haben dazu folgende Zielsetzungen formuliert:
• Promoting quality of and enhancing efficiency in health care through e-Health
applications
• Facilitating citizen involvement through access to high quality information
• Implementing and sharing best practices of e-Health concepts.
Auch die Gesellschaft für Informatik rechnet dem Gebiet e-Health eine besondere Bedeutung zu und organisierte u.a. an ihrer 35. Jahrestagung in Bonn am 21. September 2005 einen ganztägigen Workshop zum Thema e-Health. Im Anschluss an diesen Workshop wurde das European Research Network on e-Health (externer Linkwww.EUNetHealth.org) vorgestellt und beschlossen, einen Antrag für die Gründung einer GI-Fachgruppe e-Health zu lancieren.

Zielsetzung der GI-Fachgruppe e-Health
Die GI-Fachgruppe e-Health soll im Fachbereich Wirtschaftsinformatik etabliert werden und eng mit dem European Research Network on e-Health und dem Fachausschuss Medizinische Informatik der GI resp. Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS) zusammenarbeiten. Dies soll durch eine gegenseitige Vertretung in den Leitungsgremien gewährleistet werden.
Die folgenden Aktivitäten stehen im Vordergrund:
• Förderung der interdisziplinären Kooperation durch Austausch von Informationen,
Forschungsresultaten und Projekterfahrungen unter den Mitgliedern der Fachgruppe,
der GI und weiteren Kooperationspartnern.
• Jährliche Veranstaltung des GI-Workshops e-Health im deutschsprachigen Raum,
analog des Workshops im Rahmen der vergangenen GI-Jahrestagung in Bonn.
• Lancierung eines Newsletters on e-Health für das GI-Publikationsmedium Informatik-
Spektrum.
• Partner und regelmässiger Mitorganisator der European Conference on e-Health, die
jährlich in unterschiedlichen europäischen Ländern durchgeführt wird.
Die GI-Fachgruppe e-Health gibt sich offen für weitere Aktivitäten, die das Themengebiet
betreffen.


Organisation
Die Fachgruppe wird geleitet von:
• Andreas Meier, Universität Fribourg/Schweiz (Sprecher)
• Peter Haas, Fachhochschule Dortmund (stellv. Sprecher)
Die folgenden GI-Mitglieder konstituieren die GI-Fachgruppe on e-Health:
• Michael Hägele, Iconmed Köln
• Kerstin Heuwinkel, Frauenhofer ISST Dortmund
• Richard Lenz, Universität Marburg
• Ulrike Lichtblau, Fachhochschule Bremerhaven
• Günter Schicker, Universität Erlangen-Nürnberg
• Paul Schmücker, Fachhochschule Mannheim
• Heyo Spekker, OFFIS Oldenburg
• Henrik Stormer, Universität Fribourg
Die gegenseitige Vertretung zwischen der GI-Fachgruppe eHealth und dem Fachausschuss Medizinische Informatik der GI resp. GMDS wird durch das Mitglied Günter Schmücker gewährleistet.