Moderne Hardwaretechnik stellt jederzeit und an jedem Ort interaktive Computersysteme zur Verfügung — als Palmsized-Computer und Smart Phones oder unsichtbar integriert in Alltagsgegenstände wie Kühlschrank oder Fernseher. Diese beiden Facetten der Durchdringung des Lebens mit IuK-Technologie — mobile und ubiquitous computing — stellen neue Herausforderungen an das Design interaktiver Graphik- und Multimedia-Anwendungen. Sie müssen sich an die Eigenschaften des jeweiligen Endgerütes anpassen können, ihnen stehen Informationen über Aufenthaltsort, Umgebung und Ziele des Anwenders zur Verfügung, und sie müssen sich in spontan vernetzten Infrastrukturen zurecht finden. Darüber hinaus erfolgt die Interaktion in Situationen, die sich grundlegend vom überschaubaren Desktop-Paradigma unterscheiden: Beim Umsteigen im Bahnhof, beim Zubereiten des Abendessens etc.
Ziel des Arbeitskreises ist vor diesem Hintergrund insbesondere
- die Weiterentwicklung der konzeptionellen Grundlagen des Designs interaktiver Anwendungen für mobile und ubiquitäre Plattformen.
- die Erschließung neuer Anwendungsmöglichkeiten und -formen.
- die Entwicklung von Empfehlungen für die Definition von interoperablen Schnittstellen für die verteilte Realisierung interaktiver Anwendungen auf spontan vernetzten, ubiquitären Plattformen.
Zu diesen Zielen will der Arbeitskreis besonders durch die Veranstaltung von Workshops, Fachgesprächen und Fachtagungen beitragen. Neben der Verbreitung, Aufarbeitung und Vertiefung des gegenwärtigen Wissensstandes auf dem Arbeitsgebiet gehört auch insbesondere die Förderung der Diskussion zischen Forschung und Praxis zu den Aktivitäten des Arbeitskreises. Themen sind unter anderem:
- Anwendungen
- Identifikation der Anwendungsklassen für interaktive mobile und ubiquitäre Systeme und ihrer Anforderungen an die zugrundeliegende Systeminfrastruktur
- Dikussion von Szenarien, Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsketten
- Interaktion & Multimodalität
- Analyse und Klassifikation der grundlegenden Paradigmen für die Interaktion zwischen Nutzer, System und Umgebung für ubiquitäre Nutzungssituationen
- Kontext/Situation-Awareness; implizite/situative Interaktion
- Technologien für generische Plattformen
- Architekturkonzepte für die Umsetzung umgebungsgesteuerter, interaktiver Multimedia-Anwendungen auf Basis spontan vernetzter Infrastrukturen
- Security/QoS/Reliability/Trustworthiness von Appliance-Infrastrukturen
- Gerätetechnik
- Analyse der Einsetzbarkeit spezifischer Geräte — mobile und wearable Computer, drahtlose Kommunikationssysteme, Sensorik zur Situations- und Umgebungserfassung — für ubiquitäre Anwendungen und Identifikation von Entwicklungspotential.
- Human Factors
- Untersuchung von Konzepten für das Ergonomische Design und die Usability-Bewertung von ubiquitären Anwendungen
Sprecher
Dr.-Ing. Thomas Kirste
thomas.kirste(at)uni-rostock.de
Stellvertretender Sprecher
Dr. Rainer Malaka
Rainer.Malaka(at)eml-d.villa-bosch.de



